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Mit der Nase voraus plumpste Prinzzzi in das Blümchenmuster hinein.
Doch dann beruhigte sich das Tönchen. Und dann fand das Tönchen die richtigen Worte.
"Ich weiß nicht, wie die Blümchen auf das Deckchen kommen! Weißt du das , Prinzzzi?"
"Welche Blümchen?"
"Diese Blümchen diese Blümchen!", rief das Tönchen und wirbelte so wild im Kreis herum, dass der ganze Prinzzzi mit seinem Krönchen drei Tönchen mitten auf sein Bettchen plumpste, mit der Nase voraus. So lag er jetzt da, vor ihm das schöne bunte Blümchenmuster auf seinem Bettdeckchen.
"Ach so, diese Blümchen", stellte Prinzzzi fest.
"Ja."
Ja. Also. Das ist es also. Das ist keine leichte Aufgabe. Jetzt musste Prinzzzi überlegen.
"Ja, mein Tönchen, ja. Das war so: Vor langer langer Zeit gab es echte Seide und Satin. Da gab es Girlanden und güldene Fäden, die als Regen vom Himmel fielen."
"Ja, aber...", flüsterte das Tönchen und wackelte neugierig.
"Der Regen", fuhr Prinzzzi fort,
"der heute vom Himmel fällt, und die Bettchen der Prinzchen, erinnern noch heut an diese Zeiten. Die tiefen Bettchen mit den Deckchen und den Schnörkeln und den bunten Blumen darauf. "
"Was wie warum?"
"Vor langer Zeit", sagte Prinzzzi, und musste lachen,
"vor langer langer Zeit, da fiel der Regen als Schnörkel und Blümchen auf die Deckchen der Prinzen. Immer dann, wenn die Deckchen morgens ans offene Fenster gebreitet waren. Damals gab es noch keine Blumen, und das Gras war grasgrün. Keine Blume weit und breit."
"Weit und breit", wiederholte das kleine Tönchen auf Prinzzzis Krönchen drei Tönchen.
"Und da die Blümchen auf den Deckchen so überaus hübsch waren, durften sie bleiben. Also waren die Deckenblumen die allerersten Blümchen die es überhaupt gab."
Prinzzzi kniff seine Augen fest zusammen und wartete auf die Antwort des Tönchens.
Prinzzzi schüttelte die Blümchen aus der Decke und sie flogen hinaus, hinweg in alle Welt.
Die Antwort des Tönchens war ein Kichern und ein Rascheln und ein Schütteln.
"Du musst gar nicht deinen Glockenkopf schütteln mein Tönchen, ich erzähle dir nur die Wahrheit!"
Aber auch Prinzzzi konnte nicht mehr ganz ernst bleiben.
"Nur die Wahrheit. Und wenn der Prinz sein baumhoch golden umrahmtes Fenster zum königlichen Decklein- und Pölsterchenschütteln öffnete, da flogen viele viele kleine Blümchen hinaus in die Welt, in die Luft, durch die Bäume, auf die Wiese. Und wo sie liegenblieben, dort wuchsen neue Blümchen. Einmal gelbe, einmal schiefe, einmal rote, einmal blaue, einmal gebeulte, einmal schiefe, einmal kleine."
"Nein nein nein!", rief das Tönchen, das sind doch bloß Märchen, Prinzzzi!"
"Ja! Märchen!" Prinzzzi kicherte in seine Decke mit seinen Blümchen hinein. Nein er lachte laut! Nein er schrie fast vor lauter Lachen!
Warum lachte Prinzzzi so laut??
"Das weiß ich doch nicht!", quietschte Prinzzzi.
Und diesmal lachte auch das kleine Tönchen mit. Es klingelte und klackerte, es bibbelte und klaxerte, es schüttelte und rüttelte.
"Ich krieche jetzt mit meinem Krönchen drei Tönchen nur unter die Decke hinein, damit niemand erschrickt, wenn ich so laut lachen muss. Denn wenn jemand erschrickt, dann fällt er aus seinem Bettchen und reibt sich die Äugelein. Und frägt sich: 'Warum warum, liege ich da auf dem Boden?'
Das kleine Tönchen bibbelte und klaxerte.
Prinzzzi lachte und lachte und wurde müde und müder. Vor lauter Lachen schlief Prinzzzi schließlich unter seiner Decke ein. Mitsamt seinem Krönchen mitsamt seinen drei Tönchen.
Ein Tönchen, das kleinste, schlüpfte kurz unter dem Deckchen hervor.
"Klingelingeling."
Und schon war es wieder weg.
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